Die 10 beliebtesten Testsieger

Koifutter im Test: Saito, Alkote & Co. im Vergleich

Das Angebot an Futtermitteln für Koi ist mittlerweile nahezu unüberschaubar geworden. Da konkurrieren inländische mit ausländischen Produkten, die Preise reichen von günstig bis superteuer und Universalfuttermittel stehen den auf bestimmte Zwecke abgestimmten Spezialfuttersorten gegenüber.

Zusammensetzung von Koifutter

Da Koi in der Natur über den Tag verteilt nur ein paar Futterbrocken finden, an denen sie sich kaum überfressen können, sind sie ständig zur Nahrungsaufnahme bereit und fressen alles Geeignete, was ihnen vor das Maul kommt. Deshalb sind knapp bemessene Gaben von Koifutter mehrmals täglich, angepasst an die Wassertemperatur und die Nährstoffdichte des Futters am sinnvollsten.

Koikarpfen-Futter im Test

Was ist das beste Futter für Koikarpfen? Foto von Elliott Brown unter einer CC BY-2.0 Lizenz.

Die im Koifutter enthaltenen Eiweiße und Fette sollten überwiegend aus Meerestieren stammen. Ebenfalls sehr gut geeignet sind Hefen und Spirulinaalgen. Es ist besser, weniger Koifutter mit Hauptnährstoffen aus geeigneten Komponenten zu füttern, als viel Koifutter mit Nährstoffen aus ungeeigneten Bestandteilen. Nicht zu hoch eingesetzt werden dürfen Stärketräger. Davon noch am besten verdaulich sind Weizen und Mais, da sie rohfaserarm sind. Rohfaserreiche Komponenten sind für die Fütterung ungeeignet.

Das richtige Koifutter kaufen

Futtersorten- und marken für Koi gibt es viele. Am bekanntesten sind wohl Saito Koifutter* oder Alkote Koifutter*. Grundsätzlich unterscheiden sich diese Marken nicht erheblich in ihrer Qualität, sondern vielmehr in ihren Preisen. Einen Sack al ko te Koifutter mit 15 kg gibt es für rund 75 Euro, Saito Koifutter schlägt da mit rund 140 Euro für selbiges Gewicht schon mehr zu Buche.


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Viele Besitzer lassen sich bei der Tierfütterung vom Kaufpreis leiten, da dieser stark variieren kann. Den Fischen tut dies nichts, vielmehr ist es die Mischung, die es macht. Man muss sich nicht zwingend auf nur eine Futtersorte beschränken. Sowohl Saito Koifutter als auch Alkote Koifutter hilft den Fischen, gesund zu bleiben, zu wachsen und schöne Farben zu bekommen.

Saito Koifutter gibt es in drei Varianten: Basic, Energy und Professional. Saito Basic beinhaltet leicht verdauliche Proteine aus Fisch und anderen Krebstieren sowie Spirulinaalgen, Blütenpollen und Kräuter, die für eine intensive Farbe der Koi sorgt. Wie der Name Saito Basic schon impliziert, eignet sich das Futter für jeden Tag. Saito Energy hingegen ist gut für die Koi im Frühjahr und Winter, da es einen hohen Fettgehalt aufweist. So können sich die Fische Energiereserven anlegen und ihr Immunsystem stärken. Saito Energy beinhaltet verglichen mit dem Basic Getreide, Hefen, Früchte, Öle, Fette und Insekten. Das Saito Koifutter Professional ist eine Mischung beider genannten Futter.

Alkote Koifutter im Test

Das wesentlich günstigere Alkote Koifutter gibt es auch in drei verschiedenen Sorten: Multi Mix, Profi Mix und Conpro Mix. Alkote Multi Mix eignet sich als Hauptfutter in den Sommermonaten, da u.a. Spirulinaalgen, Paprika und Weizenkeime für die Fische leicht verdaulich sind und ihre Farbbildung unterstützen. Alkote Profi Mix eignet sich speziell für Frühjahr oder Herbst, da es einen hohehn Protein- und Fettgehalt aufweist. Das Conpro Mix eignet sich für das ganze Jahr.

Das Alkote Koifutter im Test unterscheidet sich von den Inhaltsstoffen gegenüber dem Saito Koifutter weniger. Die drei Sorten sind sich sehr ähnlich und eignen sich für jeweils unterschiedliche Jahreszeiten. Alkote bietet allerdings Snacks für die Fische, mit denen man sie laut Hersteller an die Hand gewöhnen kann. Dazu gehören Seidenraupenpuppen oder Bachflohkrebse. Die Snacks sind für die Koi gesund, dürfen ihnen aber nicht zu oft gegeben werden.

Snacks können auch leicht aus der Küche verfüttert werden: Nudeln, Kartoffeln, Reis, Dosenmais oder etwas Brot wird gerne angenommen. Auch Obst verschlingen die Fischer gerne: Melone, Orange, Banane oder Grapefruit, alles in kleine Stücke geschnitten.

Ausländisches oder inländisches Koifutter?

Wie sich herausgestellt hat, sind inländische Koifutter den ausländischen keinesfalls unterlegen, auch nicht den japanischen Futtersorten. Häufig ist sogar das Gegenteil der Fall. Die japanischen Erfahrungen hinsichtlich Haltung, Fütterung und Zucht der Farbkarpfen sind unbestritten, doch weichen die Zielvorgaben und Haltungsvoraussetzungen von den Unsrigen erheblich ab.

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Die deutsche Futtermittelindustrie hat ein hohes fachliches und technisches Niveau, das weit über die Grenzen hinaus anerkannt ist. Weltweit werden deutsche Forschungsergebnisse verwendet, die von der Tierernährung bis hin Grundlagen der Gestaltung von Futterrezepturen reichen, welche unmittelbar am Tier erarbeitet wurden.

Tagesration für Koifutter

Da Koi in der Natur über den Tag verteilt nur ein paar Futterbrocken finden, an denen sie sich kaum überfressen können, sind sie ständig zur Nahrungsaufnahme bereit und fressen alles Geeignete, was ihnen vor das Maul kommt. Deshalb sind knapp bemessene Gaben von Koifutter mehrmals täglich, angepasst an die Wassertemperatur und die Nährstoffdichte des Futters am sinnvollsten.

Der Dauerhunger der Fische darf auf keinen Fall dazu verleiten, sie ständig zu füttern. Koi sollten auch nach dem Füttern bereit sein, erneut zu fressen und keine Anzeichen von Übersättigung zeigen. Gemessen an Temperatur und Koifutter sollten die Abstände einer Fütterung zwischen drei und vier Stunden liegen. So lange brauchen die Fische ungefähr, um die vorige Ration zu verdauen. Das entspricht einer gesamten Tagesration von vier bis sechs Mal. Wer nicht die Zeit hat, die Koi so oft zu füttern, sollte über eine Anschaffung von Futterautomaten nachdenken.

Koifütterung im gesamten Jahr

Mit der Veränderung der Temperaturen verändert sich auch der Appetit der Koi. Sinken die Wassertemperaturen unter 10° Celsius, so lässt der Appetit der Fische deutlich nach. Deswegen unterscheiden Experten bei der Fütterung anhand der Jahreszeiten.

Im Frühjahr erwachen die Tiere aus einer Art Winterschlaf und machen sich langsam auf die Suche nach Futter. Jetzt kommt Koifutter mit hohem Fett- und Proteingehalt den Tieren besonders zugute. Diese Zusammensetzung hilf den Fischen dabei, Energiespeicher aufzufüllen und das Immunsystem zu stärken. Hat die Wassertemperatur mindesten 8°C erreicht, dürfen die Koi zunächst 2-3 mal pro Woche, später einmal am Tag gefüttert werden.

Auch im Sommer füttert man die Koi am besten mit fett- und proteinhaltigem Futter. Die Fische müssen sich nämlich nun schon wieder auf die kälteren Jahreszeiten vorbereiten und müssen deswegen weiterhin ihre Energie aufsparen. Bei einer Wassertemperatur zwischen 18°C und 25°C sollte die Koifütterung 2-4 mal am Tag vorgenommen werden. Ab höheren Temperaturen genügen 2-3 Koifütterungen.

Ab Herbst sollte des Koifutter weniger Fett beinhalten und für die Fische leicht verdaulich sein. Je weiter die Temperaturen fallen, desto weniger Rationen gibt es am Tag: Von 1-2 Mal am Tag wird langsam auf 1-3 Mal pro Woche reduziert.

Im Winter werden die Koi wieder sehr träge, sie nehmen kaum noch Nahrung auf und schrauben ihren Stoffwechsel runter. Hier sollte ebenfalls leicht verdauliches Futter zum Einsatz kommen, 1-2 Mal pro Woche genügt. Sinken die Temperaturen auf unter 8°C kommt das sogenannte Sinkfutter den Fischen zugute. Es wurde speziell für die Winterzeit entwickelt, ist leicht verdaulich und wegen des Fischöls besonders wertvoll.

Fazit
Nicht jedes Koifutter ist gleichermaßen für alle Koi geeignet. Welches Koifutter das Beste ist, kommt auf die Haltungsbedingungen an. Gute Koifutter enthalten hochwertige und teuere Komponenten wie Krillmehl, Pflanzenextrakte, Algen, Qualitätsfischmehle, Weizenkeime, Fischöl usw. Verbilligende Erzeugnisse aus der Nahrungsmittelindustrie, wie sie in Karpfen- und Forellenfuttern zu finden sind, haben in einem Koifutter nichts zu suchen.

Profi-Koifutter (Granulat) kann man u.a. auf Amazon günstig kaufen*.

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1 comment to Koifutter im Test: Saito, Alkote & Co. im Vergleich

  • Hallo zusammen,

    es gibt sehr viele verschiedene Koifuttersorten. Wenn man sich ein wenig damit beschäftigt und auch einmal auf die Rückseite der Verpackung sieht, kann man diese bereits nach kurzer Zeit schnell unterscheiden.

    Beste Grüße
    Mathias von Hiquaso

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